Portrait von Dominique Zehe

ÜBER MICH

Vielleicht kennst Du dieses Gefühl.

Du nimmst Dir vor, beim nächsten Mal gelassener zu reagieren. Und trotzdem passiert wieder dasselbe. Du sagst Ja, obwohl Du Nein meinst. Du grübelst über ein Gespräch nach, das längst vorbei ist. Du funktionierst nach außen, während in Dir längst etwas nach Ruhe, Verständnis oder einfach danach ruft, endlich nicht mehr kämpfen zu müssen.

Vielleicht fragst Du Dich, warum Dich manche Situationen so tief berühren. Warum Dich Kritik länger beschäftigt als andere. Warum Du Dich selbst so oft in Frage stellst, obwohl Du doch weißt, dass mehr in Dir steckt.

Viele Menschen glauben dann, sie müssten sich einfach mehr zusammenreißen. Disziplinierter werden. Selbstbewusster sein. Endlich lernen, loszulassen.

Ich glaube das nicht.

Ich glaube, dass Verhalten fast immer einen guten Grund hat – auch dann, wenn dieser Grund längst in Vergessenheit geraten ist. Dass wir oft nicht nur auf das reagieren, was gerade geschieht, sondern auf Erfahrungen, die viel älter sind als der Moment selbst. Deshalb fühlt sich eine Situation manchmal größer an, als sie von außen betrachtet eigentlich ist.

Was ist diesem Menschen widerfahren, dass er heute so fühlt, denkt oder handelt?

Nicht: Was stimmt mit ihm nicht?
Sondern: Was hat ihn zu dem Menschen gemacht, der heute vor mir sitzt?


Diese Frage begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Wahrscheinlich deshalb, weil ich sie mir irgendwann auch selbst stellen musste.

Schon als Kind war mein Leben weit entfernt von dem, was viele als ein normales Aufwachsen bezeichnen würden. Ein dauerhaftes Gefühl von Sicherheit kannte ich kaum. Immer dann, wenn ich glaubte, endlich festen Boden unter den Füßen zu haben, wurde er mir wieder weggezogen.

Ich bin zwischen verschiedenen Kulturen, Identitäten und Lebensrealitäten aufgewachsen. Lange glaubte ich zu wissen, wo ich hingehöre – bis ich erfahren musste, dass selbst diese Gewissheit nicht stimmte.

Ich habe früh gelernt, dass man Menschen nicht nach ihrem Verhalten beurteilen kann. Dass hinter einer lauten Stimme oft Angst steckt. Hinter Perfektionismus die Sorge, nicht gut genug zu sein. Hinter dem Wunsch, es allen recht zu machen, die tiefe Sehnsucht, dazuzugehören. Und dass Menschen, die nach außen stark wirken, oft Kämpfe führen, von denen kaum jemand etwas ahnt.

Dankbar bin ich für meine Erfahrungen nicht, denn sie waren nicht leicht.
Aber sie haben meinen Blick auf Menschen verändert.

Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb mich seit 2018 die Frage, was unser Denken, Fühlen und Handeln prägt, immer tiefer beschäftigt.

Seit 2021 bin ich zertifizierte RTT® Praktikerin und Hypnotiseurin. Seither habe ich mit mehr als 100 Menschen gearbeitet und meine Erfahrung mit jeder einzelnen Begleitung weiter vertieft.

Meine Ausbildung gibt mir dafür einen methodischen Rahmen. Aber Menschen sind keine Methode – und kein Mensch passt in eine Schablone.

Deshalb geht es mir nicht darum, jemanden möglichst schnell einzuordnen. Ich möchte verstehen, was hinter dem liegt, was ein Mensch heute über sich glaubt, fühlt oder immer wieder tut.

Denn ich weiß, wie schnell wir uns selbst verurteilen, obwohl wir eigentlich Verständnis bräuchten.

Dabei berührt mich in meiner Arbeit nicht in erster Linie die Methode, sondern der Moment, in dem ein Mensch aufhört, gegen sich selbst zu kämpfen.

Wenn aus Selbstvorwürfen Verständnis wird. Wenn jemand erkennt, dass sein Verhalten nicht gegen ihn gearbeitet hat, sondern ihn auf seine Weise schützen wollte.

Aus dem Gefühl, nicht richtig zu sein, öffnet sich die Perspektive, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.

Und vielleicht ist das der Anfang von etwas, wonach viele Menschen sich schon lange sehnen: nicht perfekter zu werden, sondern sich selbst wieder näherzukommen.

Ich glaube, dass wir uns im Laufe unseres Lebens oft so sehr an Erwartungen, Erfahrungen oder alte Verletzungen anpassen, dass wir den Kontakt zu uns selbst verlieren.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, Dich zu einem anderen Menschen zu machen.
Sondern darum, dass Du Dich selbst wiedererkennst – jenseits von Angst, Druck und alten Schutzmechanismen.

Denn für mich bedeutet innere Freiheit nicht, jemand anderes zu werden.
Sondern Schritt für Schritt wieder mehr der Mensch sein zu dürfen, der Du unter all Deinen Erfahrungen schon immer warst.

Wahrscheinlich gibt es einen Grund, weshalb Du heute auf meiner Seite bist.

Etwas, das Dich beschäftigt, Kraft kostet oder das Du schon länger verstehen möchtest. Vielleicht ist es an der Zeit, einmal darüber zu sprechen.

Lass uns sprechen